(25/7/19 Deutschlandradio Kultur) Einen Weg zu Liebe und Selbsterkenntnis versprechen die Heilsbringer der Kirschblütengemeinschaft aus der Schweiz. Kritiker dagegen werfen den Therapeuten vor, die Sinnsuchenden einer gefährlichen Drogen- und Sex-Therapie auszusetzen.

Auf den ersten Blick wirkt das Schweizer Dorf Nenninghof-Lüsslingen harmlos. Rechts und links der Landstraße stehen alte Bauernhäuser mit gepflegten Vorgärten. Es gibt eine Käserei, den üblichen Landgasthof. Aber der erste Eindruck täuscht, denn das Schweizer Dorf ist ein Politikum. Etwa ein Drittel der 500 Einwohner sind Anhänger einer esoterischen Psychotherapeuten-Vereinigung. Sie nennen sich die Kirschblütengemeinschaft oder auch die „echten Psychotherapeuten“.

Ihre Therapieansätze sind gewagt und provokant. In diesem Jahr etwa laden sie zu ihrem Kongress ein, um über das „Inzesttabu“ zu sprechen: „Könnt ihr sie sehen, die Grenzen in euch? Das Getrenntsein. Die Unmöglichkeit ganz innig und nah und gleichzeitig offen und frei in alle Richtungen und für alles und jeden zu sein“, fragt der spirituelle Anführer der Gruppe Sebastian Weidenbach.

(Vollständiger Beitrag hier)